Es war einmal vor vielen Jahren, da wurde ein wunderschöner Rock aus seinem bisherigen Domizil, einem Modegeschäft, befreit und gekauft. Er wurde ein weinig getragen, um dann in den dunklen Tiefen eines Kleiderschrankes sein Dasein zu fristen.
Da er nicht mehr ans Tageslicht durfte, schrumpfte er vor lauter Gram immer mehr.
Eines Tages wurde er von seiner Besitzerin wieder entdeckt, und sie war zutiefst entsetzt ob des Schrumpfmaßes! Also nahm sie sich eine Schere und einen Nahttrenner zur Hand, um den Rock von seinem Reißverschluß zu befreien. Nun fehlte allerdings eine zündende Idee, was nun mit ihm geschehen sollte. So wurde er erst mal in einen Nähkorb verbannt.
Nach einigen Monaten war es mal wieder an der Zeit, diesen Korb zu durchforsten, und so durfte der Rock, der ja jetzt nur noch ein Stück Stoff war, wieder ans Tageslicht.
Mittlerweile hatte die Herrin des Nähkorbs nähenswerte Unterlagen geordert, die in die Tat umgesetzt werden wollten. Da kam ihr das besagte Stück Stoff in die Hände. Es wurde gelegt und gerückt, gesteckt und geschnitten und endlich genäht - doch halt, Panik kam auf - wie soll das jetzt funktionieren? Auch die Freundschaft mit dem Nahttrenner wurde erneuert, er kam immer und immer wieder zum Einsatz.
Als alles Trennen nicht half, mußte die Herrin des Nähkorbs telefonischen Rat bei der
Herrscherin der Schnitte einholen, und siehe da, nach ein paar klärenden Worten konnte es mit der Näherei weitergehen.
So entstand ein Überwurf, der sicherlich nicht so schnell wieder schrumpfen würde!
Die Herrin des Nähkorbs ist nun (fast) mit ihrem Werk zufrieden.
Und wenn sie noch länger zufrieden ist, dann näht sie sicher weiter!
Neugierig?
Bitte alle Nähmeisterinnen jetzt weggucken, es sind noch einige Verbesserungen vorzunehmen!

Leider sieht man auf dem Foto nicht, daß eine Tasche aufgesetzt wurde.